Der Februar ist der Monat mit dem schönsten abendlichen Sternhimmel, denn schon nach der Abenddämmerung haben sich alle Wintersternbilder über den Horizont erhoben und erfreuen uns mit eindrucksvollen Sternbildmustern aus vielen hellen Sternen.
Auch für den nicht geübten Gelegenheitsbeobachter ist die mächtige Gestalt des Orion mit seinen auffälligen drei Gürtelsternen nicht zu übersehen. Der Überlieferung nach war Orion ein Jäger, der an den Sternhimmel verbannt wurde, da seine unbändige Jagdleidenschaft bei den griechischen Göttern Missfallen erregte.
Besonders helle Sterne bieten sich an, aus ihnen, über die Sternbilder hinaus, weitere großräumige Orien- tierungshilfen zu bilden. Aus den Sternen Beteigeuze, Prokyon und Sirius ergibt sich ein Dreieck. Dieses Winterdreieck wird man immer wieder erkennen, wenn man es einmal bewusst aufgesucht hat. Der dem Horizont am nächsten stehende bläulich funkelnde Sirius ist der hellste Stern am irdischen Himmel.
Während der Sirius und die strahlende Schar der anderen hellen Wintersterne im Laufe des Abends über den Südhorizont wandern, steigt im Osten der Löwe auf, das Nahen des Frühlings ankündigend.
Schon in der Abenddämmerung leuchtet mit starkem ruhigem Licht die Venus als Abendstern vom Südwesten her zu uns herüber, um dann im Laufe des Abends am Horizont zu versinken. Der Jupiter als scheinbar heller Stern in der Nähe der Venus, wird ihr am späten Abend ebenfalls folgen. Dagegen wird der rötlich leuchtende Mars im Osten immer früher aufgehen und Planet der gesamten Nacht sein.
Der Erdtrabant erreicht als zunehmender am 07.02. die Vollmondposition und wird sich einige Tage später vom Abend- himmel verabschieden. Nach Neumond am 21.02. wird er wieder als zunehmender Mond den Abendhimmel mit seinem sanften Licht schmücken.
|
|