
Es galt, gleich zwei Jubiläen zu feiern: Zwanzig Jahre „Astronomisches Zentrum Bernau e.V.“ und fünfzehn Jahre Trägerschaft über die Sternwarte Bernau. Und es sollte ein Sommerfest sein, zu dem vor allem Familien kommen – so wie es sich für eine Volkssternwarte geziemt.
Im Februar begannen die ersten Vorbereitungen. Wen wollen wir außerdem einladen? Wen können wir wegen eines Sponsorings ansprechen, welches Programm wollen wir bieten, was soll das Highlight sein? Es wurde vorgeschlagen und verworfen, immer wieder und wieder. Unser Fest nahm Konturen an. Und dann war der 26.Juni auch schon heran! „Schicksal, nimm Deinen Lauf!“
Es wurde ein wunderschönes Jubiläumsfest für unsere Besucher und für uns. Das Wetter brachte uns den gewünschten Sonnenschein. Die 36 kleinen Musikerinnen und Musiker der „Pank-Princen-Capelle“ aus Pankow spielten ein eigens für unser Fest eingerichtetes Orchesterprogramm: „Space-Pops“, in dem sich acht Kinderlieder über den Himmel, die Sonne, den Mond und die Sterne versteckten. Es gab zehn Sieger beim dazu gehörigen Musikquiz.
Unsere Bastelstraße war gut besucht, wie immer gut sortiert auch der Bücherstand der „Schatzinsel“ in Bernau. Ein Dank an „Space instruments“ aus Berlin.
Insgesamt waren es am Ende des Tages mehr als 200 Besucher. Zahlreich kamen uns Familien besuchen. Ebenso zahlreich waren die Besucher aus unserem Stadtparlament und seinen Ausschüssen, insbesondere dem für Jugend, Bildung, Sport…,
Unser besonderer Dank gilt der Sparkasse Barnim für ihre Unterstützung. Sowohl die Preise des Musikquiz als auch das leibliche Wohl für unsere kindlichen Akteure war dank ihrer Hilfe erst möglich. Dank auch an die ungenannten Spender, die uns helfen, für unsere künftigen Besucher moderne Instrumente anzuschaffen. Die Bilder des Sommerfestes zeigen, wie vielfältig und bunt unser Sommerfest war.
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Wir sind zum nachweisblich ältesten astronomischen Beobachtungsplatz steinzeitlicher Siedler in Europas gefahren und haben mit verschiedenen Methoden und hochwertigen optischen Instrumenten von Carl Zeis Jena bei schönstem Wetter die Sonne beobachtet und mit einem Winkelmesser die Abstände der "Sonnentore" in den Palisadenringen zu bestimmt.
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Mehr als 20 Bernauer und Panketaler Schulkinder und begleitende Eltern besuchten mit uns die zwei weltweit bekannten Stätten der Astronomie und Archäologie - das 7000 Jahre alte Sonnenobservatorium in Goseck und die "Arche Nebra".
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An diesem Tag gestalteten wir einen Familiennachmittag zum Thema " Rund um den Mond".
Von Charlie Brown und Snoopy die zum Mond reisen über diverse Appollo- Mondmissionen bis zur Mondlandung der USA war alles dabei.
Nach Monaten für astronomische Beobachtungen untauglichen Wetters spielte Petrus
mit und hielt Sonnenschein pur und weitgehend klaren Nachthimmel vor.
Neben diverser Vorträgen, konnten unsere Besucher auch Beobachtungen durchführen.
Allerdings beschränkte es sich am Tage auf Mond und Sonne. In den Abendstunden
konnten wir auch sehr schön den Saturn mit seinen Monden betrachten.
... ob GROSS oder klein, jeder konnte die Krater auf dem Mond bewundern |
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Am 2. Tag, dem 04.04. wurden am Tag vorwiegend Sonnenbeobachtungen durchgeführt. An fünf verschiedenen Teleskopen zeigten wir nicht nur eine fleckenfreie Sonne, sondern demonstrierten zugleich verschiedene Techniken der Sonnenerkundung.
Von der Beobachtung der Sonne im sogenannten Weißlicht über die Sonnenprojektion, bei der sich so schön die Erdrotation erleben lässt, bis hin zum eher seltenen Blick durch ein Protuberanzenfernrohr, in dem technisch eine totale Sonnenfinsternis erzeugt wird und das daher die Sonnenkorona beobachtbar und riesige Gasausbrüche (Protuberanzen) sichtbar werden lässt. Und eben eine solche Protuberanz mit einer Höhenausdehnung von wenigstens mehreren Erddurchmessern war deutlich sichtbar zu beobachten.
Im Veranstaltungsprogramm liefen indessen weitere Vorträge. Die etwa 8 bis 12 jährigen Besucher und ihre Begleitungen sinnierten über die Frage, inwieweit wir Sonnenkinder sind, und Steffen Weimann, ebenfalls AZB Mitglied und langjähriger Amateurastronom, sprach vor Jugendlichen und Erwachsenen über unser Sonnensystem und fand ein ebenso interessiertes wie eifriges Publikum, während die Sternfreunde Norbert Thron, Vorsitzender unsers Vereins, Jan Wendler und Torsten Krüger alle Hände voll damit zutun hatten, jedem einzelnen Gast unserer Sternwarte optimale Beobachtungsmöglichkeiten zu schaffen.
In der Nacht vom Samstag zum Sonntag fand eine totale Mondfinsternis statt.
Leider blieb uns die Beobachtung verwert, da trotz aller guten Vorbereitungen
ein bedeckter Himmel vorherrschte.
Eckdaten:
22.30 Uhr - Eintritt des Mondes in den Kernschatten der Erde
23.44 Uhr - Beginn der Totalen Verfinsterung
0.58 Uhr - Ende der totalen Verfinsterung
2.12 Uhr - Austritt des Mondes aus dem Kernschatten der Erde
Am Montag den 03.10.2005 fand eine partielle (teilweise) Sonnenfinsternis statt.
Eckdaten:
- Beginn 10.03 Uhr
- größte Bedeckung 11.13 Uhr
- Ende 12.27 Uhr
Wir waren für alles gerüstet,...
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..., aber das Wetter gewährte uns keinen Blick auf die Sonne.
Unsere Besuchen wurden für Ihr Kommen belohnt und mit Informationen rund um den Sternhimmel versorgt.

Die Zeiten der "Wende" waren auch für die Sternwarte Bernau und den Verein
des AZB bewegend. Anfang der 90-er Jahre war die Zukunft der Sternwarte ungewiß.
Wegen mangelnder Finanzierungsmöglichkeiten stand sie kurz vor dem "Aus" und
der Verein hatte sich bereits einige Zeit vorher aus Gründen unterschiedlicher
Auffassung vom Sinn einer solchen Einrichtung zurückgezogen.
Schließlich übernahm dann der Verein Astronomisches Zentrum Bernau auf Grundlage
eines Beschlusses der Stadtverordnetenversammlung die Sternwarte in eigener
Trägerschaft im Jahr 1995 - und "zog wieder ein".
Nach umfangreichen Renovierungsarbeiten feierten konnten wir die Wiedereröffnung
im Frühjahr 1995 feiern. Trotz aller zahlreich vorhandener Zweifler "überlebte"
die Bernauer Sternwarte im Gegensatz zu den meisten anderen Brandenburger Schulsternarten
bis zum heutigen Tag.
Im September 2005 feierten wir dann die 10-jährige Wiedereröffnung. Zu diesem
Anlaß gelang es uns "den ersten Deutschen im Weltall", Herrn Dr. Siegmund Jähn,
als Gast in der Sternwarte Bernau begrüßen zu dürfen.
Wir erinnern uns gern an diesen Tag, an dem die folgenden Bilder entstanden.
In der Nacht vom 27. bis zum 28. Oktober wurde uns eine totale Mondfinsternis
beschert.
Leider war es uns nicht möglich dieses Spektakel zu beobachten, da uns
die Sicht ab etwa 3:00 Uhr durch eine geschlossene Wolkendecke verwehrt wurde.

Am 18. September 2004 fand die erste "Lange Nacht der Sterne" zeitgleich
in Deutschland, Österreich und der Schweiz statt. An dieser Aktion - einer
Initiative der Zeitschrift "Stern" - beteiligten sich insgesamt ca.
160 Sternwarten, Planetarien und andere Einrichtungen. Auch die Sternwarte Bernau
hatte an diesem Abend ihre Türen ab 20.30 Uhr geöffnet.
Nach mehrwöchiger Vorbereitung wurden einstündige Vorträge über
das Sonnensystem, die Geschichte der Astronomie sowie die Entstehung und Entwicklung
von Galaxien angeboten. Daneben hatten die Besucher die Möglichkeit an
verschiedenen Fernrohren - darunter auch dem 25cm-Spiegelteleskop - astronomische
Objekte wie Kugelsternhaufen und Gasnebel sowie passend zum letztgenannten Vortrag
auch gleich unsere Nachbargalaxie, den Andromedanebel, zu betrachten.
Außerdem bot die Buchhandlung "Schatzinsel" Literatur zum Thema
an. Für heiße und kalte Getränke wurde ebenfalls gesorgt.
Als am Tag Schleierwolken aufzogen, begann zunächst das große Zittern,
ob der Blick auf die Sterne freigegeben würde. Doch pünktlich zu Beginn
bot sich den Besuchern, die in Scharen zur Sternwarte strömten, ein ungewöhnlich
klarer Himmel. Die ersten Vorträge waren bereits nach kurzer Zeit komplett
ausgebucht. Doch die etwa 150 Besucher kamen trotzdem auf ihre Kosten, denn
die Sicht war an diesem trockenen und milden Abend besonders gut. Auch die Internationale
Raumstation ISS und Sternschnuppen waren zu sehen.
Gegen 0.30 Uhr verließen dann die letzten Gäste, die teilweise Fahrtwege
von über 60 km auf sich nahmen, die Sternwarte. Doch unsere Arbeit war
damit noch lange nicht beendet. In den Räumen, in denen eben noch Galaxien
und schwarze Löcher im Mittelpunkt standen, musste noch das Wahllokal 11
für die Landtagswahl am nächsten Morgen eingerichtet werden, in dem
einige der Vereinsmitglieder - zugegebenermaßen mit etwas müden Augen
- sechs Stunden später bereits wieder als Wahlhelfer zu finden waren.
Wer die Lange Nacht der Sterne verpasst hat, kann die Sternwarte zu Vorträgen
und Beobachtungen montags und freitags nach telefonischer Voranmeldung besuchen.
Infos dazu gibt es unter dem Link "Öffnungszeiten" auf dieser
Seite.
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Himmelsmechanik und Orientierung am Sternenhimmel - "Weltanschauung pur" ! |
Sind Andromeda und Kassiopeia zu sehen? |
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Die Buchhandlung "Schatzinsel" sorgte für passende Literatur. Für warme und kalte Getränke war ebenfalls gesorgt. |

Ein seltener Gast vor der Sonne
Am Vormittag des 8. Juni 2004 fand ein astronomisches Ereignis statt, welches
noch von keinem derzeit lebenden Menschen beobachtet werden konnte: Der Planet
Venus zog als dunkler Punkt vor der Sonne innerhalb von sechs Stunden vorrüber.
Der nächste, bereits am 5. Juni 2012 stattfindende Venusdurchgang, kann
von uns Europäern nicht beobachtet werden, da wir uns dann gerade auf der
Nachtseite befinden.
Um etwa 7:20 Uhr "berührte" die Venus die Sonne (1. Kontakt ).
Zu dieser Zeit war allerdings der Himmel über Bernau wolkenverhangen. Erst
um ca. 10:00 Uhr riss der Himmel auf und die Besucher strömten in Scharen,
so dass wir den Ansturm zeitweise kaum bewältigen konnten. Aber es kam
jeder auf seine Kosten und konnte einen Blick durchs Fernrohr wagen oder einem
der Vorträge lauschen.
Etwa um 13:20 Uhr endet der so genannte Venustransit.



