Der abendliche Sternhimmel von Januar bis Dezember (Animation)
(Maus over zeigt aktuellen Monat)
Der abendliche Sternenhimmel im März 2026
Der März bringt den ersten Atemzug des Frühlings an den Himmel. Am 20. März überschreitet die Sonne den Himmelsäquator und steigt auf die nördliche Hälfte des Himmels. Die Tage gewinnen an Licht, und die Nächte verlieren ein wenig von ihrer winterlichen Tiefe. Es ist die Zeit, in der der Himmel beginnt, sein Gewand zu wechseln – langsam, aber unübersehbar.
Hoch im Norden steht der Große Wagen nun kopfüber, als wolle er seinen funkelnden Inhalt über die Erde schütten. Seine sieben hellen Sterne sind seit Jahrhunderten ein Wegweiser, schon die Griechen sahen in ihm einen Teil des mächtigen Bären, den Zeus an den Himmel versetzt hatte. Die verlängerte Deichsel führt in einem weiten Bogen zu Arktur, dem warmen Frühlingsstern, der wie ein stilles Versprechen über dem Horizont aufsteigt.
Im Westen ziehen sich die Wintersternbilder zurück. Orion, der große Jäger, neigt sich dem Westhorizont zu, als würde er nach einem langen Winterkampf endlich Ruhe suchen. Sein Gürtel zeigt schräg nach unten, und über ihm verblassen die Sterne des Stiers. Im Südwesten funkelt das Winterdreieck: Beteigeuze, Prokyon und der tief stehende Sirius. Dessen Licht flimmert besonders lebhaft, denn es durchquert einen langen Weg durch die bewegte Atmosphäre. Für die Griechen war Sirius der „Glühende“, ein Stern, der Hitze und Wandel ankündigte – und so wirkt er auch jetzt, am Ende des Winters.
Im Osten steigen die Frühlingssternbilder empor. Der Löwe richtet sich stolz über dem Horizont auf, sein hellster Stern Regulus markiert das Herz des Tieres. In der Mythologie war der Löwe ein Geschöpf, das Herakles bezwingen musste, so steht er auch am Himmel: kraftvoll, klar umrissen, ein Sternbild, das den Frühling einleitet. Noch weiter im Osten steigt Arktur im Bärenhüter auf, orange und ruhig. Er war für die Griechen der „Bärenwächter“ und sein Aufgang kündigte die milderen Nächte an.
Jupiter beherrscht den Abendhimmel. Er steht im Sternbild Zwillinge und ist nach Sonnenuntergang bis spät in die Nacht sichtbar. Sein ruhiges, weißes Licht unterscheidet ihn von den funkelnden Sternen, ein stiller, aber mächtiger Himmelskörper, der seinen Namen zu Recht trägt: Zeus, der Göttervater wacht über den Himmel. Gegen Monatsende erscheint Venus wieder als Abendstern. Sie steht sehr tief im Westen, doch ihre Helligkeit macht sie selbst in der Dämmerung unverkennbar. Für die Griechen war sie Aphrodite, die Göttin der Schönheit, und ihr zarter Auftritt am Abendhimmel passt zu diesem Bild.
Der Mond begleitet den März mit seinem eigenen Rhythmus. Bis zur Vollmondphase am 3. März zeigt er sich als zunehmender Begleiter im Löwen. Danach wandert er abnehmend durch die Sternbilder und erreicht am 11. März sein letztes Viertel bei Antares, dessen rötliches Licht einen feinen Kontrast zum kühlen Mondschein bildet. Auf seiner weiteren Reise bleibt er zum Neumond am 19. März unsichtbar, passiert dabei die Fische und erscheint am 25. März wieder als schmale Sichel im Westen, nun im Stier, wo er weiter zunimmt. In der Nacht vom 25. auf den 26. März zieht er nahe am hellen Jupiter vorbei, ein leicht erkennbares Schauspiel, das den Himmel für einen Moment belebt. Gegen Monatsende vollendet er seinen Umlauf und kehrt in den Löwen zurück.




